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USA West
Montag, 14. September
Vom Black Canyon nach Moab in Utah
Der Canyon von unten
In der Nacht hat sich das Gewitter glücklicherweise wieder verzogen, und wir schlafen bis zum Morgengrauen. Am Morgen brauchen wir 2 Rollen Haushaltpapier, um alles zu trocknen; ein hübsches Mule-Deer-Paar schaut uns dabei zu.
Campground
 
 
Nach dem Frühstück fahren wir die steile Strasse wieder hinauf und geniessen die wärmende Sonne. Der wilde Black Canyon of the Gunnison National Park ist hierzulande ziemlich unbekannt. Er ist jedoch immer wieder einen Besuch wert, vor allem, wenn man noch auf einem der Zeltplätze (oben oder unten im Canyon) übernachtet. Wir fahren einige Meilen dem Canyonrand nach und blicken in die hypnotisierende Tiefe hinunter.
Eine steile Strasse führt hinunter zum Gunnison River
 
 
Der Park besteht aus dem gut viel besuchten South Rim, das mit asphaltierten Strassen und Visitor Center ausgestattet und leicht zugänglich ist. Dramatischer und einsamer ist das North Rim, das nur über eine lange, geschotterte Stichstrasse erreichbar ist und einige Dutzend Meilen Umweg erfordert. Auf der gegenüberliegenden Seite sind einige Touristen zu sehen. Ein Kletterer wagt sich an einem Seil sogar in die Tiefe. Es gibt hier auch einige kürzere Wanderwege. Wir haben allerdings beschlossen, schon jetzt in den Südosten von Utah zu fahren. Wenn wir heute Moab erreichen wollen, werden wir noch einige Meilchen fahren müssen.
 
 
Blick zur West Elk Wilderness
 
Deshalb fahren wir nach Montrose, biegen dort südwärts ab, lassen das besuchenswerte Ute Indian Museum schnöde aus und fahren - mit Blick auf die San Juan Mountains und den Mount Sneffels - auf der US-550 nach Ridgway. Eine Gewitterfront nähert sich, wir biegen auf die S-90 ab, fahren in die Höhe und erholen uns bei einem ausgiebigen Mittagsschläfchen von den vielen Eindrücken.
Kreuzung in Ridgway
Mount Sneffels
Das Gestein bekommt langsam das für das Colorado Plateau typische Aussehen. Wir fahren dann dem San Miguel River entlang, erreichen Naturita und kaufen dort im Supernmarket ein.
Einsamer Fischer
 
Kreuzung in Ridgway
 
Es war einmal...
Dann nehmen wir den Umweg über die S-141; so können wir durch den sehr empfehlenswerten Dolores Canyon in das Tal mit dem merkwürdigen Namen "Paradox Valley" gelangen, von wo die Strasse nach Utah führt.
 
 
Im Dolores Canyon
 
 
Allemal einen Besuch wert ist der 1881 eröffnete Allerweltsladen in Bedrock. Westlich von Bedrock geht die Strasse durch völlig einsames (d.h. etwa alle 10 Meilen eine Ranch) Gebiet nach Utah und trifft dort auf die recht vielbefahrene US-191. Massige Gewitterwolken im Osten und eine spektakuläre Abendstimmung im Westen verschönern uns die Fahrt nach Moab, DER MUTTER ALLER TOURISTENORTE. Im Norden von Moab liegt der preiswerte Moab Valley RV Park - beinahe am Colorado River - mit Kabins, Duschen, Waschmaschinen, Pool und Laden. Wir mieten dort eine Kabin und geniessen biertrinkend das bald aufziehende, kräftige Gewitter.
General Store in Bedrock
 
Paradox Valley
 
Fahrt nach Moab: Blick nach Osten
Fahrt nach Moab: Blick nach Westen