Samstag, 19. September
Gooseneck State Park - Am San Juan River -
Valley of the Gods
Am Vormittag fahren wir über die malerische S-211 ostwärts, an Felsen vorbei, wo laut Gary
die smarten Lasso-schwingenden Marlboro-Cowboys aufge-nommen wurden (Diese Aufnahmen fanden
also nicht im Monument Valley statt!). Wobei uns Gary noch den Unterschied zwischen
einem Marlboro-Cowboy und einem echten Cowboy erklärt: "Der Schauspieler trinkt Milch,
der Cowboy trinkt Coca Cola!".
Später bewundern wir die rätselhaften Einträge auf dem
Newspaper Rock und landen zuletzt glücklich
auf der US-191, auf welcher wir südwärts durch niedliche Städtchen wie Monticello (inkl.
deftiges Frühstück) oder Blanding fahren.
Weiter geht es auf dem Monument Valley to Bluff Scenic Highway
(was ist hier schon NICHT "scenic"?) nach Mexican Hat, dessen
namensgebende Felsformation plötzlich zu unserer Linken auftaucht. Bevor wir das
Nest am San Juan River besuchen, rasen wir zum
Gooseneck State Park und ergattern - da
es erst Mittag ist - glücklich eines der raren Plätzchen mit Tisch und Feuerstelle und
einem schwindelerregenden Blick hinunter auf den San Juan River.
Die gleiche Navajo-Grossmutter, die ich schon vor zwei Jahren kennenlernte, sitzt
wieder auf dem Bänklein und verkauft hübsche handgemachte Ketten zu
günstigen Preisen. Sie bringt mir wieder ein paar Brocken
Diné bei; Marianna kauft ihr einige Kettchen ab.
San Juan River - Mexican Hat
In Mexican Hat (das vorwiegend aus einigen Motels, Tankstellen und einem RV-Park
besteht, essen wir
Fry Bread und Suppe und machen uns dann auf ins sagenhaft schöne
Valley of the Gods, um uns noch ein wenig die Beine zu vertreten.
Wir fahren einige Meilen, parkieren am Strassenrand und machen uns auf zum "wilden Wandern".
Trail ist keiner vorhanden; wir laufen einfach gegen den von weitem sichtbaren
Balanced Rock zu, kraxeln ein paarmal immer höher, laufen dann
unter dem Rock vorbei und finden am Ende - mi Tüüri! - den Abstieg fast nicht.
Ein Hauch von Abenteuer umweht uns zwei Schweizereier, und wir geniessen die
Einsamkeit, den Weitblick, die phantastischen Fels- und Geröll-formationen und nicht zuletzt
die körper-liche Anstrengung in vollen Zügen!
Anschliessend fahren wir auf der Dirt Road weiter, erreichen Asphalt und huntern
zu unserem Schlafplatz über den Goosenecks, wo wir bei Speis und Trank, Lagerfeuer
und Kerzenlicht einen esoterisch schönen Abend verbringen.